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Wir über uns:

Wir sind ein Familienbetrieb in der 4. Generation. Als eines der ältesten Sägewerke sind wir mittlerweile das letzte noch existierende der Südpfalz.

Ursprünglich als Mahlmühle im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, wurde im Jahre 1810 durch die Familie Eckert, die seit 1665 auf der Schaidter Mühle war, ein kleines Sägewerk angegliedert. 1902 konnte Jakob Eckert die Mühle nicht mehr halten und zog mit seiner Familie nach Eußerthal, wo er später ebenfalls eine Mühle mit Sägewerk erwerben konnte. Neuer Inhaber der Schaidter Mühle wurde Herrmann Stripf aus Schaidt. Bei einem Brand um 1904 brannten das Wohn- und Mühlengebäude aus dem 18. Jahrhundert, sowie das alte Sägewerk, das sich an der Stelle des heutigen Wohnhauses befand, vollkommen ab. Einzig die Fachwerkscheunen blieben verschont. Herr Stripf baute daraufhin das heutige Wohnhaus, das dahinterliegende Mühlengebäude und das Sägewerk an anderer Stelle vollkommen neu auf. Der hinter und unter dem Wohnhaus durchlaufende Mühlkanal, in dem sich einmal 3 Wasserräder drehten, zeugt noch von den ehemaligen Gebäudestandorten.

Nachdem Herrmann Stripf 1919 im Alter von 36 Jahren an Grippe verstorben war, sah sich seine Witwe gezwungen, alles Hab und Gut zu versteigern. Als neuer Eigentümer trat die Mühlenbaufirma Engelsmann in Ludwigshafen in Erscheinung. Diese Firma setzte nun August Orth aus Dannstadt-Schauernheim, als Verwalter ein . Im Jahre 1921 übernahm Herr Orth die Schaidter Mühle.

                                       August Orth                                 Das Sägewerk im Kriegsjahr 1940                             

Anfang der 1930er Jahre kam Karl Sütterlin als kaufmännischer Angestellter in die Firma. Dieser stammte aus Müllheim/Breisgau, wo seine Familie bis zur Weltwirtschaftskrise zwei Sägewerke besaß. 1936 heiratete Herr Sütterlin die älteste Tochter des Inhabers.

Der 2. Weltkrieg brachte für die Familie schwere Schläge. 1941 fiel der geplante Nachfolger, August Orth junior, in Russland. Als auch Karl Sütterlin in den letzten Kriegswochen 1945 in Thüringen fiel, war kein Nachfolger mehr da, der den Betrieb hätte weiterführen können. Zu allem Unglück wurde das Sägewerk 1945 durch einen Brand zerstört.

Nach dem Krieg mit notdürftigsten Mitteln wieder aufgebaut, wurde zunächst noch unter Herrn Orth und dann verschiedenen Pächtern wieder gearbeitet. Danach stand das Werk jahrelang still. Aufnahmen aus dieser Zeit:

          

1964 begann schließlich Manfred Sütterlin, das vollkommen heruntergekommene Sägewerk, unter dem Namen "August Orth Nachfolger", wieder in Betrieb zu nehmen. In den folgenden 43 Jahren, in denen er das Unternehmen führte, hat er die Firma durch großen Einsatz ständig erweitern und modernisieren können.

Seit 2007 leitet Gerd Sütterlin das Unternehmen als "Holzwerk ORTH Gerd Sütterlin e.K." in der nunmehr 4. Generation.

Der starke Strukturwandel in der Sägeindustrie seit Mitte der 1980er Jahre, bei dem, wie in vielen anderen Branchen auch, riesige Überkapazitäten aufgebaut und der Markt noch zusätzlich durch Billigimporte aus dem Ausland überschwemmt wurde, führte zu einem fast vollkommenen Verschwinden aller kleinen und mittleren Sägewerke in Deutschland. Allein in den Kreisen Germersheim und Südliche Weinstraße gab es in den 1960er Jahren noch über 30 Sägewerke. Davon sind heute nur noch wir und ein Sägewerk in Böchingen bei Landau übrig geblieben. Heute wird Nadelrundholz aus dem Pfälzerwald mehrere hundert Kilometer in Großsägewerke transportiert, um dann als Schnittholz ebensoweit in Baumärkte und zu Großhändlern zurück transportiert zu werden. Laubrundholz wird teilweise gar nicht mehr in Deutschland veredelt, sondern gleich als Rohstoff nach Fernost exportiert.

 Das Weiterbestehen in diesem Klima stellt die größte Herausforderung an die Zukunft dar.